NetApp hat vor kurzem den Technical Report TR-3867 veröffentlicht. Dieser Report beschreibt den Einsatz von FlashCache (ehemals PAM II) im Zusammenhang mit Microsoft Exchange 2010. Die 256GB FlashCache Karte verdoppelt dabei die I/O Leistung pro Sekunde (IOPS) des FAS3140 Kontrollers und erhöht die Anzahl möglicher Mailboxen auf dem Speichersystem um 67%.
Die detaillierten Resultaten können je nach Datenbank Grösse, FlashCache Grösse und Kontroller Modell variieren. FlashCache demonstriert jedoch einmal mehr, wie man die FLASH Technologie Kosteneffizient in einem Speichersystem einsetzten kann. Sauber designed, lässt sich, in Kombination mit SATA, mehr Leistung und geringere Kosten als bei traditionellen FC Lösungen erreichen.
Es gibt noch nicht viele Kunden die bereits auf Exchange 2010 migriert haben, jedoch gibt es viele Kunden die eine Migration planen. Der Technical Report (tr-3824) von Brad Garvey ist eine Wegleitung für die Planung und Implementation von Exchange 2010 in Kombination mit Netapp Speicher. Die Best Practices und Empfehlungen ermöglichen eine hoch verfügbare und einfach zu verwaltende Exchange Umgebung, welche die Kunden SLAs erfüllen kann.
Folgende Bereiche werden im Dokument abgedeckt:
Der Fokus der Best Practices ist auf Data OnTap 7.3.x

In Exchange 2005 hatte Microsoft mit Erfolg den Single Instance Storage (SIS) eingeführt. Dies führte dazu, das Mails welche die selben Anhänge hatten (z.B. Report.pdf), lediglich den Platz eines Anhanges plus ein kleiner Overhead belegten.
In Exchange 2010 hat Microsoft nun die SIS Funktionalität wieder entfernt.
Die Frage "WARUM?" ist hier sicherlich angebracht und möchte ich in diesem Beitrag erläutern.
Die Header Daten für alle Mailbox Einträge sind nun in einer einzelnen Tabelle abgelegt. Dies macht die Datenbank um einiges effizienter, da nur eine einzelne Tabelle pro Mailbox während einer Client Session abgefragt werden muss. Der Nachteil dieses Schemas ist jedoch das Single Instance Storage (SIS) nicht mehr verwendet werden kann. Die meisten Server unterstützen so oder so bereits mehrere Datenbanken, somit war die Effizienz von der SIS Implementation über die Zeit immer geringer.
Diese Veränderung ist sicherlich gut für die Effizienz des Servers. Die Speicherbedürfnisse leiden jedoch darunter. Um dies so gut wie möglich Abzufangen, hat Microsoft neu die Kompression der Anhänge eingeführt. Laut Microsoft sei der CPU Aufwand um zu Komprimieren und Dekomprimieren geringer als das Verwalten eines grossen unkomprimierten Speicherpools innerhalb der Datenbank. Dieser Ansatz reduziert nicht nur die Grösse der Exchange Datenbanken, sonder beschleunigt auch Operationen wie z.B. Backup.
Nun, die Bemühungen von Microsoft, Exchange 2010 zu beschleunigen sind sicherlich löblich, leider gehen diese auf Kosten der GBs, wäre da nicht NetApp und Sun Microsystems, die mit ihren Unified Storage Produkten genau diese SIS Funktionalität oder Deduplikation auf tieferer Ebene weiterführen können.
In Kombination mit grossen Read Cache SSDs wie die PAM2 bei NetApp oder der L2ARC bei Sun, können heute hoch Effiziente und kostenoptimierte Speicherlösungen für Exchange 2010 gebaut werden.
Die zusätzliche I/O Reduktion durch weitere Optimierungen innerhalb Exchange 2010 macht es zu einem perfekten Kandidaten für die Virtualisierung des gesamten System-Stacks z.B. mit VMware.
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